Eine „Verbesserung der Welt“ im Sinne ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit kann und wird es nur geben, wenn jede:r einzelne das Gefühl und Bewusstsein hat die eigene Situation zu verbessern und gleichzeitig „niemand zurück gelassen“ wird. Well-being – ein gutes Leben für alle in einer Welt voller Krisen – ist daher das Gebot der Stunde!

Gleichzeitig erfordert die Einhaltung der planetaren Grenzen eine Verringerung des Ressourcenverbrauchs, insbesondere aber nicht nur fossiler Energieträger, auf 10 bis 20% des heutigen Verbrauchs in wenigen Jahrzehnten. Das Wirtschaftssystem soll eine hohe Lebensqualität unter gleichzeitiger Einhaltung der planetaren Grenzen und sozialer Mindestbedingungen nachhaltig ermöglichen (Schematische Darstellung unten), unabhängig davon, ob die Wirtschaft monetär gesehen wächst oder nicht.

Im September 2021 startete daher das Austrian Chapter des Club of Rome bei einem gemeinsamen Workshop mit dem UniNEtZ-Projekt und der Gemeinwohlökonomie an der Universität für Angewandte Kunst ein Projekt, das heute unter dem Namen

Wellbeing – ein gutes Leben in einer Welt voller Krisen

firmiert und in Kooperation mit dem UniNEtZ-Schwerpunkt „Monitoring des Fortschritts beyond GDP“ (Federführung: Universität Salzburg) entwickelt wird.

Dabei soll in einer Reihe von Workshops

– ein systemisches Verständnis für die Herausforderungen der Agenda 2030 entwickelt 

– auf dieser Grundlage persönliche und gemeinsame Ziele für alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökologisch, ökonomisch, sozial im Sinne der Doughnut Ökonomie) in Form von Bildern und Ge-schichten formuliert und 

– quantifiziert  (Leitindikatoren) sowie 

– die gefundenen Bilder und Geschichten zusammen mit den Leitindikatoren öffentlich präsentiert und diskutiert werden.

Der Prozess

Geplant sind mehrere Prozesse, in denen zunächst 3 Regionen, 30 mittlere und 300 kleine Unternehmen oder Organisationen sowie 3000 Menschen auf diesem Weg begleitet werden. Dabei kann von den Akteuren ein konkretes Ziel in den Mittelpunkt gestellt werden, etwa Armutsvermeidung, Gleichberechtigung, Klimawandel, Kreislaufwirtschaft oder Vollbeschäftigung. >> mehr

Der Bericht

Zusammenfassend streben wir an, 2024 einen Bericht an den Club of Rome dazu zu veröffentlichen und damit einen konkreten Beitrag zur Initiative Earth4All des internationalen Club of Rome zu leisten: die Beschleunigung des Systemwandels, den wir für das gute Leben in einer gerechten Zukunft auf einem endlichen Planeten brauchen. >> mehr

Darstellung von Indikatoren

Mögliche Schematische Darstellung der Indikatoren der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: ökologisch, ökonomisch, sozial.

Eigene Darstellung Hinterberger/Spittler (2020) angelehnt an den Doughnut nach Raworth 2017. Quelle: https://www.kateraworth.com/doughnut/ Grafik: Gerda Palmetshofer

Beiträge zum Thema Wellbeing

  • Workshop mit Ernst Ulrich von Weizsäcker
    Am 2. Mai 2022 fand in der Oesterreichischen Nationalbank ein Workshop mit Ernst Ulrich von Weizsäcker statt. Wissenschaftler*innen und Künstler*innen diskutierten dabei den Stand des Projekts und seine (Weiter-)Entwicklung.